7:30 Uhr aufgestanden, fertig gemacht, soweit alles gepackt, schnell zur Küche (zum frühstücken hats halt doch nemme gereicht) meine Tasche geschnappt, ausgecheckt und um halb 9 bei der Bushaltestelle gewesen, wo man zum Marina’s Point (dort is des Schiff los) gefahren wurde. Dachte schon ich wär die Einzige hier, aber nach und nach kamen nommal 5-6 Leute. Bus kam pünktlich und dann noch an ner anderen Haltestelle paar abgeholt. Während wir dann gewartet haben, bis uns jmd. zum Schiff bringt, hab ichs neben mir schon Deutsch und auf der anderen Seite Österreichisch schwätzen hören. Dann kam schon eine von den 2 Crewmitgliedern der „Southern Cross“ und hat uns zum Schiff gebracht. Erstmal wurden uns unsere Schuhe entwendet. Die bräuchte man auf dem Schiff nicht. Aha, ok. Craig war unser Captain und hat mich gleich an den verrückten Hutmacher von Alice im Wunderland erinnert^^. Gab eine kurze Unterweisung. Da hat Craig so Sprüche rausgehauen wie: „Ich habe es zwar noch nie erlebt, dass ein Mann – bzw um es politisch korrekt auszudrücken – Frau über Bord gegangen ist, aber falls das passieren sollte, dann ganz laut den Namen schreien, dann streicht Jess denjenigen einfach von der Liste.“ Aber er wurde dann doch ernst und dann gings auch gleich schon los. Mal so rumgefragt, wer von wo kommt: mit mir waren es 5 Deutsche (außer mir alle aus dem Norden - sprich Hamburg, Bremen, Dortmund und Rüsselsheim (jaa für mich is eben alles über Ditzingen bzw. Stuttgart Norden :) ), n Päärchen aus Österreich (nahe Wien), n Päärchen aus der Schweiz (nahe Zürich) und weil das noch nicht genug is - 2 Päärchen aus Belgien. Na, wenn des mal net Laune macht :D Von Jess unsere Betten zugewiesen bekommen, gezeigt wo was ist (was net wirklich viel war – außer die absolut kleine Toilette, die „Küche“ und eben die Betten). Und ich hab gleich gemerkt, dass ich möglichst schnell wieder an Deck gehen sollte. Mir wurds da unten doch bissle schlecht. Craig hat seine Top-3-Fragen, die ihm jemals gestellt wurden erzählt. Ich weiß nur noch die auf Platz 1 und zwar wurde er mal gefragt, ob auf der anderen Seite der Insel XY auch Wasser is. Also ich hätt an seiner Stelle wohl lauthals losgelacht, aber er hat die Frage wohl ganz ernst beantworten können^^
Nach ca. einer Stunde haben wir am „Caves Cove“ einen Stop gemacht (sprich uns an der Boje „festgemacht“ und den Anker ins Meer gelassen). Dann gabs erstmal Lunch (Quiche, Nudelsalat, normaler grüner Salat) und vollgefressen gings danach Schnorcheln. Davor gabs natürlich eine Craig typische Unterweisung ins Schnorcheln, oder wie er es gesagt hat: „Now I’m telling you 10 possibilities to die while snorkeling“. Hat uns die 3 verschiedenen Zeichen gezeigt; z.B. die Faust in die Luft heben heißt, dass man mit dem kleinen Boot zurück zum Schiff gebracht werden möchte. Allerdings gelte das nur für die Jungs, die Mädels müssen mit ihrem Bikinioberteil wedeln (war natürlich n Witz). War mir erst unschlüssig, ob ich schnorcheln gehen soll. War doch bissle frisch, aber dann hab ich mir einfach den swimsuit (ohne durfte man nicht ins Wasser gehen – wegen den Jellyfish (Quallen) – ist zwar keine Saison mehr, aber sicher ist sicher und es würde keine Versicherung zahlen, wenn man ohne Schwimmanzug ins Wasser geht und dann von ner Qualle erwischt wird.) Taucherbrille und Schnorchel geschnappt und über die Leiter ab ins Wasser. War doch ziemlich angenehm des Wasser (bzw. der Anzug schirmt ziemlich gut die Kälte ab). Mit mir ist nur noch ne andere Deutsche und 5 andere Jungs schnorcheln gegangen. Die anderen wollten net. Weicheier^^
War schon mega. Die ganzen bunten Fische die um einen herumgeschwommen sind und die Korallen unter einem. Nur war die Sicht leider nicht so gut, zu trüb und so bist plötzlich auf Korallen zugeschwommen, wo du keine Möglichkeit hattest über die drüberzukommen. Also wieder zurück und versuchen außenrum zu kommen. Aber nach ner knappen halben Stunde wurde des mir doch etwas zu anstrengend weil viele Korallen so weit „oben“ waren, dass man nicht drüberschwimmen konnte. Also mich vom kleinen Boot zum Schiff bringen lassen. Wir mussten eh kurze Zeit später weiter.
Diesmal wurde gesegelt. Die Segel wurden gesetzt. Mussten uns dann alle auf die Seite setzen, wo es nachher hochgeht. Hab mir des gar net so extrem vorgestellt, aber wir saßen alle da und haben uns an der Reling festgeklammert, um net Titanicmäßig über die Reling gegenüber ins Wasser zu fallen. Craig wollte uns halt gleich mal zeigen was Sache is und ist glaub echt in die extremst mögliche Schräglage gegangen :D
Am „Refuge Bay“ haben wir das Schiff dann wieder „festgemacht“. Dann gabs erstmal den Sonnenuntergang zu bestaunen. Das war DER Zeitpunkt unserer 4 Päärchen^^ und es gab einen Sunset-Snack: Tortilla Chips mit Dip. Ne Stunde später etwa gabs dann Abendessen (Salat, Reis Saté oder Tzatziki) und nommal ne Stunde später Tee, Kaffee, Cookies, Kuchenstückle. Also verhungern tun wir hier definitiv nicht :D Sind dann alle noch bis halb 10 oben gesessen und gequatscht/getrunken. Craig ist um 21 Uhr ins Bett und hat noch gemeint, dass es morgen um 6 Uhr weitergeht – wir aber natürlich da nicht aufstehen müssen. Er würde uns dann gegen 8e wecken, in dem er segelt – also eine Seite quasi ausm Bett fallen würde. Die andere Seite hätte Glück..


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