Alkohol in einem Supermarkt oder in ner Tankstelle kaufen? Pustekuchen.
Die kann man nur in „Bottle Shops“ (BWS (Beer, Wine, Spirits), Bottle-O, etc.) kaufen. Dort gibt es dann ausschließlich alkoholische Getränke. Warum die das so machen? Wahrscheinlich weil es so einfacher zu kontrollieren ist. Ein weiterer Unterschied zu Deutschland: hier darf erst ab 18 Jahren legal Alkohol gekauft werden. Nicht so wie in Deutschland, wo man ab 16 schon Bier und Wein trinken darf. Geht man in so nen Shop und der Verkäufer ist sich nicht sicher, ob der-/diejenige schon über 18 ist, wird man spätestens an der Kasse (eher schon vorher) nach der ID gefragt. Und da diese Shops auch irgendwann gegen 21/22 Uhr schließen, sollte man schon vorher auf die Idee kommen Alkohol zu kaufen. Sonst kann man nur noch in irgendnen Pub/Bar gehen. Aber da isses dann natürlich teurer. Aber die Ba-Wü’ler kennen das ja, dass es ab 22 Uhr kein Alkohol mehr in Tankstellen, Supermärkten, etc verkauft wird (gibt’s des mittlerweile au in anderen Bundesländern?! Wäre ja nur fair^^).
Und wenn wir schon beim Alkohol sind:
Wenn man draußen Alkohol trinkt, muss man die Flaschen (oder was auch immer) mit Papiertüten verhüllen. Es gibt sogar alkoholfreie Zonen!
B.Y.O.
(= bring your own = brings selber mit) sieht man hier bei vielen Restaurants/Imbissläden/… Es steht normalerweise auch noch dran, ob es nur für alkoholische Getränke oder auch für nicht-alkoholische Getränke gilt. Das heißt, dass man hier nur Essen kann und sich seine Getränke selbst mitbringen soll bzw. kann, da dieser Laden dann keine Ausschanklizenz besitzt. Kann man gut Geld sparen, wenn man vorher beim Supermarkt war und sich für 87ct n Liter Sprudel oder für bissle mehr n Bier oder sonst was gekauft hat.
Supermarkt:
Die größten, bekanntesten und auch am häufigsten zu sehen sind „Coles“ und „Woolworth“.
Als ich das erste mal in so nem Supermarkt war, war ich total erstaunt wie riesig des alles ist. Man kommt rein und findet sich meist erstmal zwischen dem Obst und Gemüse wieder. Weiter hinten gibt’s dann Toast (oder wie die hier sagen: fresh baked bread *hüstel*) und wenn man Glück hat gibt’s sogar halbwegs gescheites (Sesam-)brot oder so was in diese Richtung. Und wenn man noch mehr Glück hat ist es im Angebot. Weiter gibt’s dann des süße Zeugs, à la Donuts, Kekse, Muffins, Kuchen, etc. und wenn man dann zum Fleischregal geht, kommen dann auch schon die vielen Gänge. Am Anfang von jedem Gang steht geschrieben, was dort in den Regalen steht. Ganz praktisch, so läuft man nicht sinnlos zwischen den Gängen umher und muss nicht großartig suchen.
Zurück zu den Angeboten: man kann hier super sparen, wenn man n bissle Zeit „opfert“:
- Wie in DE sind auf Augenhöhe die teuren Sachen, Sachen aus der Werbung. Also für all die Leute die unbedingt massig Geld ausgeben wollen. Jeder der mal nen Blick in die Regale weiter unten wagt, sieht, dass es dort genau das Gleiche gibt – nur um einiges billiger, da andere Marke. Die beiden Supermärkte, haben wie z.B. Aldi in DE auch, eigene Produkte, die billig aber dennoch gute Qualität haben. Da kauf ich mir doch keine Spaghettis von „KRAFT“ für 4$, wenn ich welche von der Coles Marke für net mal 1$ bekomm!
- 2-4-1 / 3-4-2 = kauf 1 und bekomm 2 / kaufe 2 bekomme 3 – brauch ich wohl hoffentlich net weiter erklären.
- Buy 4 for 9 = kaufe 4 von dem Zeugs für 9$; n aktuelles Beispiel bei 1,5l Cola-Flaschen. Kosten einzeln um die 3,50$ (bin mir aber nemme sicher) und wenn es dann solche Angebote gibt, dann spart man sich mal kurz einige Dollar. Bei mir lohnt sich das wenn es um Wurst geht. Da ich kein Käse, Butter, Margarine und so Zeugs mag, MUSS Wurst her. Da die aber meistens recht teuer sind (s Billigste is z.B. 100g Ungarische oder Pepperoni Salami für 3,69$) bin ich immer ganz froh, wenns dann 3 davon für 5-6$ gibt. So ein Angebot gibt’s aber eben halt au net jeden Tag und so muss ich manchmal eben sparen, was das angeht. 100g (oder 10 Scheiben) sind eben schnell weg und dann heißt es halt: Schiebewurst! Die Ein oder Anderen dürften wissen, was ich damit meine^^
Hätt bestimmt au mal bei der Cola zugegriffen, aber alleine 6l nur an Cola vom Supermarkt zum Hostel zu schleifen, is mir dann doch zu doof. Da kauf ich mir lieber ab und an mal 1l billig Pepsi. Des hebt bei mir schon ewig, da ich des ja dann mit Wasser verdünn (außer ich hätte Lust aufn Zuckerschock, so pappsüß is des Zeug! Selbst Apfelsaft is so abartig süß, dass ich des scho gar nemme kauf.)
Und wenn man es dann an die Kasse geschafft hat, gibt es „Express-Lanes“ und normale Kassen. Die Express-Lanes sind für all diejenigen, die nur bis zu 12 Artikel dabei haben. Aber naja, manche scheinen des einfach noch nicht verstanden zu haben^^
Bezahlt man dort mit Karte, dann hat man die Möglichkeit, sich Geld vom eigenen Konto auszahlen zu lassen. Des schimpft sich dann „Cash Out“. Da sagt man einfach, dass man gern Geld ausbezahlen lassen will – nennt den Betrag – z.B. 100$ - und während man dann den Einkauf per Karte bezahlt, bekommt man von der Kassiererin 100$ in die Hand gedrückt. So spart man sich den Weg zum nächsten Geldautomat seiner Bank. Sollte man in Deutschland echt auch mal einführen. Da sieht man mal wieder, dass es hier weitaus unumständlicher ist um an sein Geld zu kommen. Mal davon abgesehen, dass es hier eigtl. überall Bankautomaten gibt (und wenn man noch bei einem von den größten Banken hier – WestPac & Commonwealth – ist, dann ist man ganz gut dran). Selbst in Pubs, Discotheken gibt’s Geldautomaten. Ob das jetzt für den Ein oder Anderen praktisch ist oder nicht, lass ich mal offen.
Auf dem Kassenzettel steht dann auch noch, wie viel man durch die jeweiligen Angebote gespart hat. 10$ oder mehr sind da keine Seltenheit.
Autofahren:
Dass in Australien Linksverkehr herrscht, dürfte mittlerweile bekannt sein.
Das die maximale Höchstgeschwindigkeit auf den Highways (Autobahnen) gerade mal 110km/h ist, weiß dagegen nicht unbedingt jeder.
Hab mich neulich mit 2 Australiern unterhalten und irgendwie kamen wir aufs Autofahren. Haben mich gefragt, ob ich denn ein Auto in DE hätte und wenn ja was für eins. „Fiesta, blau, Bj. 2002, 80PS“ und noch gesagt, dass ich manchmal gern mehr PS hätte, aber hier in Australien würde das ja locker reichen. Aussie: „Wieso das denn?“ – Ich: „Naja, wenn man hier max. 110km/h fahren darf, braucht man eigtl. kein Auto mit 150PS oder noch mehr.“ – Aussie: „Wieso? Wie schnell darf man denn in DE auf der Autobahn fahren?“ – Erstmal in mich reingegrinst und gemeint: „Kommt drauf an, ob auf der Autobahn ne Geschwindigkeitsbegrenzung ist. Wenn ja, dann sind es meistens um die 100-130 und dann gibt es aber auch Strecken die unbegrenzt sind…“ – Aussie: „Wie? Was heißt unbegrenzt?“ – Dachte eigentlich, dass klar is, was unbegrenzt heißt, aber ich will ja mal nicht so sein: „Da darf man so schnell fahren, wie des Auto eben hergibt.“ Wie die mich angeguckt haben... sehr amüsant xD – Was denn das schnellste war, was ich gefahren bin. „Also mit meinem Fiesta waren es 190. Aber da ging es auch bissle bergab und ich hatte Rückenwind. Des Höchste waren knapp 210km/h mit dem SLK von meinem Dad.“ (Hier n SLK oder sonst irgendn Auto mit viel PS macht glaub echt keinen Spaß!) Dann haben se erstmal gar nix mehr gesagt. Später dann: „Ich glaub wir gehen mal nach Deutschland,…“
Zurück zum Autofahren:
Wenn man hier geblitzt wird, bekommt man (so hab ichs zumindest erzählt bekommen) bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von bis zu 30 km/h (ohne Probezeit) drei Punkte. Da isses also egal, ob es „nur“ 3 oder 30 km/h zu schnell waren. An Feiertagen (z.B. die Weihnachtsfeiertage), wird die Strafe sogar verdoppelt!! Quasi als Geschenk des Landes oder so was xD
Da bin ich ja doch echt froh in Deutschland zu wohnen. Hier hätte ich schon 6 Punkte und in Deutschland hab ich für 2x geblitzt werden grad mal 40€ gezahlt und des wars.
(In DE bekommt man nen mickrigen Punkt, bei 21-25km/h und 3 wenn man 26-30km/h zu schnell war. Aber an die Punkte hab ich noch nie gedacht. Eher an des ganze Geld was da Flöten geht!)
Bei zwölf Punkten verliert man hier dann den Führerschein (also quasi schon nach 4x geblitzt werden). In DE dagegen „erst“ bei 18 Punkten. Man kann sich in DE also einiges erlauben, bis man den Lappen verliert.
Aber bevor es soweit kommt, dass man den Führerschein verliert, muss man ihn erstmal bekommen…
Führerschein bekommen:
Unterschiede:
Deutschland:
Als deutscher Jugendliche muss man sich bei einer Fahrschule anmelden und man darf ausschließlich mit einem Fahrlehrer das Autofahren lernen. Man muss ne bestimmte Anzahl von verschiedenen Stunden fahren. (zuerst mal die Übungsfahrten. Dann kommen die Überland-, Autobahn- und Nachtfahrten. Die Pflicht sind.) Wieviel Stunden man braucht hängt davon ab wie viel „Fahrtalent“ der-/diejenige besitzt. Aber sag mer mal einfach, dass es um die 30-40 Stunden sind. Dann noch 15 (?) Theoriestunden besuchen. Anschließend folgt ne Theorieprüfung. Hat man die bestanden und hat alle Pflichtfahrten hinter sich gebracht, kann die Praktische kommen. Und wenn man des packt hat man den Führerschein in der Tasche und fertig.
Australien:
Australische Jugendliche lernen das Autofahren meistens von ihren Eltern. Eine richtige Fahrschule gibts hier eigentlich nich. Stattdessen gibt es hier mehrere Stufen und Tests, durch die ein Jugendlicher gehen muss. Aber man kann trotzdem zu ner Fahrschule gehen und da, wie in Deutschland au, mit einem Fahrlehrer herumfahren. Hab hier bisher aber grad mal 2-3 Fahrschulautos gesehen. Deswegen geh ich mal davon aus, dass die meisten es über ihre Eltern lernen (ist ja auch viel Billiger als so ne Fahrschule). Wieviele Stufen es gibt und ab welchem Alter man mit dem Führerschein anfangen kann ist je nach State (also Bundesland) etwas anders geregelt. Das Alter beträgt – wie schon gesagt – je nach State 15 Jahre 9 Monate bis zu 17 Jahren.
So in etwa läuft es hier im Staat Queensland ab:
Bevor man auf die Straße gelassen wird, muss erstmal eine theoretische Prüfung abgelegt werden, um das Schild mit dem Buchstaben L (Learner) zu bekommen.
Der Fahrschüler muss für ein Jahr in der Windschutzscheibe und an der Heckscheibe ein schwarzes „L“ auf gelben Grund anbringen.
Innerhalb dieses Jahres muss der „Learner“ mind. 100 Stunden am Tag und 10 Stunden Nachtfahrt hinter sich gebracht haben. Die Stunden werden in ein „Logbuch“ eingetragen. Also ein Fahrtenbuch, wo drin steht wann, wie lang und wohin man gefahren ist. Die Begleitung von dem „Fahrschüler“ muss ne gültige australische „driver licence“ haben und muss aus der Probezeit raus sein.
Anschließend dürfen sie die erste von zwei praktischen Prüfungen ablegen, um allein fahren zu können. Hat man diese Prüfung bestanden
kommt man in Stufe 2:
Man entfernt das „L“-Schild und bringt stattdessen ein rotes „P“ (provisional licence = provisorischer Führerschein) an.
Jetzt darf man also alleine fahren. Hat aber die ein oder andere Beschränkung. Zum Beispiel was die Geschwindigkeit angeht. Aber da weiß ich net wirklich drüber Bescheid.
Man fährt 1 Jahr mit dem roten „P“ rum und macht anschließend die zweite praktische Prüfung. Hat man au die Prüfung bestanden
kommt Stufe 3:
Jetzt wird das rote „P“-Schild entfernt und wer jetzt denkt, das wars mit den Schildern, der irrt. Jetzt kommt nämlich ein grünes „P“-Schild zum Einsatz. Damit fährt man dann 2 (!) Jahre durch die Gegend. Erst danach ist man berechtigt eine „open licence“ (also nen vollwertigen Führerschein) zu beantragen.
Also die australische Version den Führerschein mag sich etwas länger hinziehen und komplizierter sein als in Deutschland, aber ist halt eben auch definitiv billiger.
Aussie-Slang (Strine)
Chrissie, Breakky, Barbie? – what the hell…?
Die Australier haben irgendwie ihre eigene einzigartige Sprache, die von dem Rest der Welt nur erstmal verstanden werden muss. Nicht selten kommt es vor, dass ich ich 1-2x nachfragen muss, um zu verstehen, was der Australier jetzt an mich ranbabbelt.
- der Dialekt. Klingt teilweise sehr „verwaschen“. Die geben sich manchmal scheinbar auch keine große Mühe ganze Wörter auszusprechen. Da werden mal ganze Buchstaben einfach „verschluckt“ und daraus entstehen dann
- die Aussie-Wörter, die schon sehr speziell und sehr fantasiereich sein können. Was aber u.a. auch der Sprache der Aborigines angelehnt sein kann.
Es fängt schon bei „wie geht’s dir?“ an.
Heißt hier nicht „How are you?“ sondern „Owyagoin?“.
Des is glaub der meistgesprochene Satz hier. Man hört es ständig, wenn man einkaufen geht und dann an der Kasse steht (stand ja die ersten Male da und wusst net so recht, was ich da jetzt drauf antworten soll, also hab ich erstmal gar nix gesagt. Mittlerweile mach ichs jeden Aussie nach und sag „Fine. Thanks.“ Und des wars. Für ne kurze Zeit hab noch ein „And how are you?“ hinterher gesagt. Aber entweder kam daraufhin keine Antwort oder – wie es meistens war - waren se dann verwirrt. Also hab ich diese Art von Freundlichkeit seitdem weggelassen. Die wollen ja eigtl. au net wirklich wissen wie es mir geht. Des is einfach nur so ne Floskel, die auch als ein „Hallo“ gilt, wenn man irgendwem (wirklich nur irgendwem) über den Weg läuft.
Weitere Ausdrücke:
Jeweils erst der australische Ausdruck, dann auf „normal“ Englisch und dann auf Deutsch:
Aussie – Australian – Australier
Baccy – tabacco – Tabak
back of beyond – the middle of nowhere – mitten im Nirgendwo
Barbie – BBQ (Barbecue) – Grillen
Bikkie – cookie – Keks
Billabong – Teich, Wasserloch (Billabong ist hier ne ganz bekannte Marke was Klamotten angeht)
Boozer – Pub – Kneipe
Breakky – breakfast – Frühstück
Brickie – bricklayer – Maurer (sollte ich wohl in Zukunft anstatt meinen Nachnamen sagen^^)
Brizzie – Brisbane
Bucks - Dollar
Bundy – Abk. für Bundaberg (in QLD) sowie der Rum der dort gemacht wird
Bushie – jmd. der im Busch lebt
Chewie – chewing gum – Kaugummi
Chokkie – chocolate – Schokolade
Chrissie – Christmas – Weihnachten
Cuppa – Cup of tea – Tasse Tee
Drink with the flies – alleine trinken
Dunny – Plumpsklo (hab ich erst verstanden, als ichs gesehen hab xD)
Early bird – Frühaufsteher
G’day (Gidday) - Good Day – Guten Tag
Galah – ist so n nerviger kreischender Vogel – wird gern als Schimpfwort für Dummschwätzer genutzt
Garbo - garbageman - Müllmann
Greenie – Umweltexperte
Hooly-dooly - surprise – Überraschung (total bekloppt, wenn ihr mich fragt^^)
Hubby – husband - Ehemann
Jackaroo – Cowboy im Outback
Jillaroo – Cowgirl
Joey – n Kängurubaby, was noch im Beutel is
Kindi – kindergarten – Kindergarten (also wie bei uns, wa?)
Kiwi – Neuseeländer
Lippy – lipstick – Lippenstift
Maccas – McDonalds
Mate – Kumpel, Freund (jeder hier is dein Freund)
Mozzy – mosquito – Stechmücke
No worries! – You’re welcome! – Kein Problem./Ist schon ok!
Oldies – parents – Eltern (haha xD)
Owyagoin? – How are you? – Wie gehts?
OZ – Australien
Pissed – drunk – betrunken
Polly – politician – Politiker
Postie – postman – Briefträger
Prezzy – present – Geschenk
Roo – kangaroo – Känguru
Sickie – bezahlter Krankheitstag (so was gibt’s?! tztzt..)
Sunnies – sunglasses – Sonnenbrille
Tassie – tasmanians - Bewohner Tasmaniens
Undies – underwear – Unterwäsche
Veggie – vegetables – Gemüse

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