I'll spread my wings and I'll learn how to fly.
I'll do what it takes till I touch the sky ...
Take a risk, take a chance, make a change..
and breakaway!

Sonntag, 13. Februar 2011

21 – 23 Januar – The Red Centre Tour mit Outback Safaris / Adventure Tours

21 Januar

Um Punkt 05:45 Uhr wurden wir von unserem Tourguide für die 3 Tages "Red Centre" Tour abgeholt. Sind deswegen auch schon um um 5 aufgestanden, unser restliches Zeug zusammengepackt. Ging überraschend schnell. Das Gepäck was wir nicht gebraucht haben, haben wir im ‚storage room’ vom Hostel gelassen. Hab also nur meinen Rucksack und meine schwarze „Handtasche“ mitgenommen. Sowie ne Tasche mit unseren 6l Wasser und bissle Obst.
21 Leute waren wir insgesamt. Als erstes wurde im Bus erstmal ne Vorstellungsrunde gemacht, damit auch jeder wusste mit wem er es zu tun hatte! „Hi, I’m Theresa from Germany.“ – „Hey, I’m Vivi… from Germany“ – „Hey, I’m Angelina. From Germany as well wuhuuu.“ Sage und schreibe 10 Deutsche! Von Reutlingen nach Heilbronn, Bayern über Essen bis hoch nach Hamburg (Vivi) war alles dabei^^ Die restlichen Leute bestanden aus ner Schottin, ner Engländerin, 2 Schwedinnen, 2 Franzosen auf 3-monatiger Hochzeitsreise, nem Päärchen aus Hong Kong, ne Muddi mit ihrem Sohn irgendwo aus Japan (die praktischerweise kaum Englisch gesprochen und noch weniger verstanden haben), und nommal eine aus der Ecke, die dann unglücklicherweise diejenige war, die denne des Wichtigste übersetzen musste.
Zuerst gings zum Office, wo wir die restlichen 60$ (Nationalpark Gebühr) bezahlen mussten. Nur paar Minuten vorher meinte Bob, unser Guide, noch so, dass die Deutschen ja immer so schon durchgeplant sein und das man sich immer auf sie verlassen könne. Im Office hat sich dann erstmal das Gegenteil bewiesen! Vivi hat ihren Voucher im Anhänger vergessen und ich musste nommal an mein Geld ran. Hab ich net mit rein genomman, da Vivi für uns beide zahlen wollte, da sie mir ja noch Geld schuldet. Naja, hat nicht funktioniert (insufficient funds) und dann musste ich halt doch wieder ran. Ergo: mussten beide erstmal zurück zum Auto…
Weiter ging es dann zur „Camelfarm“ wo wir hätten auf Kamelen reiten können, aber wir habens gelassen und haben morgens um halb 8 lieber n Eis gegessen :D
Dann gings über ein paar Stops (u.a. zu nem Salzsee, Curtin Springs) zu unserem ersten Campsite (ca. 13 Uhr). Übrigens hat Bob erzählt, dass er diese Gegend hier noch nie so grün gesehen hat. Normalerweise wäre so gut wie alles rot. Aber 2010 gab es wohl soviel Regen wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Und in den 21 Tagen im Jahr 2011 hat es insgesamt auch schon mehr geregnet wie 2009 in einem Jahr!!

Dort angekommen, gab es auch endlich was zu futtern. Wir hatten ja nichts weiter als 2 Scheiben trockenen Toast, da es für n Frühstück im Hostel nemme gereicht hat. Sind ja nu au scho 7 Std auf den Beinen.. Und meine Güte... die Mücken sind echt derbe lästig. Läufst raus und schon schwirren ein Haufen um jeden rum. Hätte ich halt mal doch so n Mückennetz gekauft wo du zumindest im Gesicht von den Viechern verschont wirst. So hab ich mich teilweise wie n Pferd gefühlt: immer den Kopf geschüttelt und hab stellenweise immer mit meiner Hand vor meinem Gesicht gewedelt. Und die fliegen ja au net einfach weg.. die bleiben da sitzen bis man se wegschnippt. Ätzend!! Und des soll die nächsten 2 Tage so sein?? Na gute Nacht...  Zum Mittag gab es lecker Sandwiches :) Leider war n bissle wenig an Essen da. Hätte locker 2 davon essen können, aber scho nachm ersten Durchgang war eigtl. so gut wie nix mehr da. Kein Salat, nur n bissle Wurst. Danach ging es dann zum Uluru!! Sah schon richtig cool aus aber irgendwie isses scho wieder n bissle verrückt, dass man wegen nem Stein stundenlang durch die Pampa fährt. Aber das ist eben Australien! Danach sind wir zum „Cultural Centre“ gefahren. Bissle was über die Geschichte der Aborigines gelernt. Über den Berg und der Kultur. Zum Bsp. Dass der Zutritt zum Uluru und anderen Teilen des Nationalparks kann bei religiösen Veranstaltungen der Anangu (die Owner des Nationalparks) teilweise oder sogar vollständig für Besucher geschlossen werden!
Interessant war das „Sorry-Book“. Das Mitnehmen von Sand und Steinen um den Uluru – was für die Aborigines ja eine heilige Stätte ist - ist ja nicht erlaubt und in diesem Buch sind Briefe von Leuten aus aller Welt (aus DE waren auch welche dabei), die sich dafür entschuldigen einen Stein oder was auch immer, mitgenommen zu haben (als Andenken). Das sie es zutiefst bereuen und es somit wieder zurückschicken, damit der Stein/Sand von den Anangu wieder an den Ort gebracht wird wo es hingehört.

Danach ging es weiter zu „Kata Tjuta“ (aborig. viele Köpfe - oder auch bekannt als „The Olgas“ = wurden von ihrem europäischen Entdecker nach der Königin Olga von Württemberg benannt). 
Nachdem wir dann ein bisschen durch die Olgas gelaufen sind (haben nur einen kleinen Walk zwischen zwei der „Köpfe“ gemacht), ging es wieder in den Bus und auf zum Sonnenuntergang beim Uluru. Der war allerdings ziemlich enttäuschend und keineswegs so wie ich erhofft habe, da es bewölkt war und es sogar ein wenig geregnet hat (toll, wie oft regnets da im Jahr.. ausgerechnet wenn ich da bin -.-) 
Aber naja ging dann schnell zum Camp und es gab Abendessen. Haben unsere Swags ausgerollt und um 23 Uhr war dann auch Zapfenstreich.


22 Januar

3:50 Uhr hat uns Bob geweckt. Naja ich war schon bissle vorher wach. Das laute Geheule von den Dingos ging mir gehörig auf den Wecker und außerdem war es kalt! Und überhaupt hab ich net wirklich gut geschlafen heut. Heute stand der Sonnenaufgang am Uluru auf dem Programm. Noch kurz was gefrühstückt und los gings um kurz vor 5. Viertel 6 war mer dann da. Noch wars stockdunkel. Haben uns dann n nettes Plätzle gesucht und dann gings auch schon recht schnell. War echt der Wahnsinn! Dachte die bearbeiten die Fotos immer noch so, dass der Felsen rot aussieht. Aber des is wirklich so. Nachdem der Sonnenuntergang gestern enttäuschend war, war des hier umso beeindruckender! 
Um halb 7 ging es dann weiter ran an den „Felsen“. Direkt am Fuße standen wir dann und Bob hat uns n bissle was von der Geschichte erzählt. ZumBsp.: der Ayers Rock ist der größte Fels (Stein) den es gibt, der nicht im Wasser liegt! Der Ayers Rock ist der Name der Weißen und die Ureinwohner nennen den Fels Uluru! Überhaupt hat der Gute ein wahnsinns Wissen! Aber er beschäfitgt sich ja auch schon seit Jahren damit. Hat Freunde aus der "Stolen Generation", was heißt, dass ein Elternteil Aborigine und der andere Teil "Weiß" ist! (Die "Stolen Generation" ist n ziemlich dunkles Kapitel der australischen Geschichte; für die die des interessiert -> siehe Info hier: http://www.planet-wissen.de/laender_leute/australien/aborigines/geraubte_kinder.jsp )
Das Besteigen des Uluru ist auf der gekennzeichneten Strecke ist erlaubt, aber von den Anangu aus mythischen Gründen nicht erwünscht. Der Uluru ist für sie eben heilig. 35 Menschen sind bisher dabei umgekommen (was 5-6 Leute aus unsere Gruppe net von abgehalten hat, da doch tatsächlich hochzuklettern…Bob war ein wenig enttäuscht. Soviele wären schon lang nicht mehr auf einmal hochgegangen..nicht den Wunsch der Besitzer dieses Landes respektieren und so..naja). Je nach Witterung kann der Aufstieg geschlossen werden; z. B. an heißen Tagen, bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter (Regen, Sturm, Gewitter). Ich hab dann mit den zwei Reutlinger Mädels den Base Walk (10,5km) um den Uluru gemacht. War mega anstrengend. 40° (gefühlte 45) - Sonne aggressiv ohne Ende. Eigentlich gar keinen Schatten auf dem Weg. 2h hab ich mit den Mädels gebraucht. 
 
Aber im Nachhinein war man wieder stolz auf sich, dass man es geschafft hat! Hab in den 2 Stunden auch zweimal meine 1,5l Flasche geleert. Bei der Hälfte des Weges („Du willst mich verarschen? Die Hälfte erst? Dachte wir sind nu bald um des Ding rum! Ich kann und will nemme laufen, Heilandszack!“) konnte man Wasser nachfüllen. Keine Ahnung was ich gemacht hätte, wenn es des da net gegeben hätte. An vielen Stellen war es nicht erlaubt Fotos oder Videos zu machen, da diese für die Anangu heilige, mystische Orte sind.
Kommen nach dem walk zurück zum Bus – erzählt uns der Tourguide – das eben ein älterer Mann aus Deutschland gestorben sei (bei nem anderen Walk. Dehydriert. Also Leut: immer schön viel trinken. Wie man an dem Beispiel sieht, kann es ganz schnell ganz böse enden!!) Er wurde gerufen um zu helfen. Er musste die Leute, die den Walk machen wollten, umleiten sodass sie nicht an die Unglückstelle kommen.
 Danach gabs lunch aufm Campsite. Dann ca. 2-3h in Richtung Kings Canyon gefahren. Dort im Resort im (viel zu warmen) Pool geschwommen. Weiter zu unserem Campsite für diese Nacht: Zeit fürs Dinner. Spaghetti. Später wurde Holz gesammelt und ein Lagerfeuer angemacht (als wärs abends mit 28° net noch warm genug...), drumherum wir -  auf unseren Swags gelegen und wieder unter freiem Sternenhimmel geschlafen (heut hab ich echt gut geschlafen im Gegensatz zu der Nacht davor).




23 Januar

Heute um 4 Uhr raus. 5 Uhr Abfahrt zum  30min entfernten Kings Canyon. Dort den 6km (3,5h) Kings Canyon Rim Walk gemacht, bis auf die Spitze (selbst um 6 war es schon brutal warm). Der walk beginnt mit nem sehr steilen Stück. Einheimische nennen des auch Heartattack Hill - wegen der steilen Passagen. Juhuu Heartattack. Hört sich ja schon sehr vielversprechend an… habs aber geschafft und so kamen wir 10-15min später rechtzeitig zum Sonnenuntergang oben an.
Insgesamt waren wir hier 3,5Std unterwegs und haben neben dem Garten Eden (ein Wasserloch) und der „verlorenen Stadt“ (Lost City), viele tolle Dinge gesehen! Z.b. gibts so nen weißen Baum (siehe Foto unten) und bestimmte Vögel... wenn man eins davon sieht, dann ist Wasser nicht weit weg. Bob hat an einem Ast von dem Baum geschüttelt und wenn du dann dein Ohr an den Ast gehalten hast, hast du das Wasser drin gehört! Jetzt würd ich wohl in der Wüste überleben ;) 
Vor allem der Ausblick war der Wahnsinn. Teilweise ist der Canyon ja 300m hoch. Um kurz vor 10 zurück am Bus gewesen. Wieder zum Resort gefahren und bissle im Pool geplanscht :) Zwischendurch gabs Lunch und um halb 12 war Abfahrt zurück nach Alice Springs, wo wir nach dem ein oder anderen Stop, um 18:30 Uhr angekommen sind. Danach hab ich auch nur noch die ganze Wäsche der letzten Tage gewaschen (hat – surprise surprise - gut nach Schweiß gemüffelt :D) und in den Pool gehüpft, danach uns fertig gemacht, da wir uns um 19 Uhr mit der Truppe in „Annie’s Place“ getroffen. Dort ham mer noch bissle gequatscht, zu Abend gegessen und uns interessante Geschichten von Bob angehört. Aber wir Zwei waren dann so kaputt, dass wie uns schon gegen halb 11 von den Anderen verabschiedet haben. Waren halt doch paar anstrengende Tage mit meiner Meinung nach viiiiel zu wenig Schlaf.

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